EPS erkennen: Nester, Raupen und Befallszeichen
Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist in München und dem Umland längst keine Seltenheit mehr. Befallene Eichen finden sich in Parks, auf Spielplätzen, entlang von Radwegen und in privaten Gärten. Je früher ein Befall erkannt wird, desto einfacher und sicherer lässt er sich bekämpfen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen – und wann Sie lieber die Hände von der Eiche lassen sollten.
Wie sieht die EPS-Raupe aus?
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners durchlaufen sechs Entwicklungsstadien (sog. Larvenstadien). Die ersten Stadien im April und Mai sehen vergleichsweise harmlos aus: Die Räupchen sind klein, dunkel gefärbt und haben noch keine nennenswerten Brennhaare. Ab dem dritten und vierten Larvenstadium ändert sich das Bild deutlich:
- Länge: bis zu 5 cm
- Färbung: dunkelgrau bis schwarzbraun, mit zwei hellen Längsstreifen auf dem Rück
- Brennhaare: ab dem 3. Larvenstadium vorhanden – fein, weiß-silbrig glänzend, kaum mit bloßem Auge erkennbar
- Verhalten: Raupen wandern in langen Kolonnen „in Prozession“ – daher der Name
Wichtig: Die Brennhaare sind ab dem dritten Larvenstadium aktiv gefährlich. Berühren Sie Raupen oder Nester niemals mit bloßen Händen.
EPS-Nester erkennen: So sehen sie aus
Ab Ende Mai bis in den Sommer hinein spinnen die Raupen ihre charakteristischen Nester. Diese sind das auffälligste Erkennungsmerkmal eines EPS-Befalls:
- Aussehen: weiß-graues, filzartiges Gespinst – ähnelt einem zerfaserten Wattebausch
- Größe: von einem Tennisball bis hin zu Fußball-großen Nestern möglich
- Lage am Baum: bevorzugt an Stamm, starken Ästen und in Stammgabelungen – meist auf der sonnenexponierten Südseite
- Inhalt: Häutungsrückstände, Kot, tote Raupen – und Tausende loser Brennhaare
Alte Nester aus dem Vorjahr bleiben am Baum und bleiben noch Jahre gefährlich, weil die Brennhaare darin lange aktiv bleiben. Auch verwitterte Gespinste also bitte nie berühren.
Befallszeichen an der Eiche
Neben den Nestern selbst gibt es weitere Anzeichen, dass eine Eiche befallen ist:
- Kahlfraß: Blätter werden skelettiert oder vollständig gefressen – bei starkem Befall können ganze Äste oder der Baum kahl wirken
- Braune Blattstiele: Die Blattskelette bleiben am Baum und verfärben sich braun
- Gespinstfäden: Feine Seidenfaden-Bahn zwischen Ästen, besonders bei Gegenlicht sichtbar
- Raupenkot: Kleine schwarze Kögelchen unter der Eiche auf dem Boden – ein frühes Zeichen für aktiven Befall
- Raupenkolonnen: Am Stamm entlangwandernde Raupen, besonders morgens und abends
Früher Befall vs. starker Befall: Der Unterschied zählt
Je früher Sie handeln, desto besser:
- Früher Befall (April/Mai, Larven 1–2): Raupen noch ohne oder mit wenig Brennhaaren. Bekämpfung durch Biozide (z. B. Bacillus thuringiensis) oder frühes Absaugen möglich und besonders effektiv.
- Später Befall (Juni/Juli, Larven 4–6 + Nester): Brennhaare voll ausgebildet, Nester mit Millionen loser Haare. Bekämpfung nur mit vollständiger Schutzausrüstung (PSA), thermischem Abflammen und/oder Absaugung durch Fachbetrieb.
Was tun, wenn Sie EPS-Befall vermuten?
Wenn Sie an einer Eiche Nester, Gespinste oder Raupenkolonnen entdecken, gilt: Abstand halten, nicht berühren, Fachbetrieb rufen. Besonders Kinder und Hunde sind gefährdet – sie kommen oft aus Neugier näher heran.
Die 089 Baumpflegerei München GmbH bekämpft Eichenprozessionsspinner professionell, schnell und mit zertifizierter Schutzausrüstung im Großraum München. Wir begutachten den Befall kostenfrei und erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.

