In EPS-Bekämpfung, Ratgeber
Eichenprozessionsspinner · saisonaler Verlauf

Der EPS-Jahreszyklus

Wie sich der Eichenprozessionsspinner über die Saison entwickelt — und was Sie Monat für Monat tun sollten.
Biologischer Kreislauf Ei   Raupe   Verpuppung   Falter
Gefahrenniveau über die Saison
gering steigend maximal
April
Gefahr: Gering
Larve 1–2
kaum Brennhaare
Früherkennung zahlt sich aus: biologische Bekämpfung mit Bacillus thuringiensis ist jetzt am wirksamsten und schonendsten.
Tipp · Auf Raupenkot (schwarze Kügelchen) unter Eichen achten — oft der erste sichtbare Hinweis.
Mai
Gefahr: Steigend
Larve 3–4
Brennhaare aktiv gefährlich
Kinder & Hunde sollten Eichen deutlich meiden. Bekämpfung noch möglich, aber aufwendiger und mit mehr Schutzmaßnahmen.
Juni
Gefahr: Maximal
Höhepunkt des Befalls
Nester sichtbar · Gefahr maximal
Brennhaare fliegen mit dem Wind über weite Strecken — Kontakt auch ohne Berührung. Professionelle Bekämpfung zwingend.
Tipp · Spielplätze, Radwege & Grünflächen mit Eichenbestand meiden, auf EPS-Schilder achten.
Juli
Gefahr: Hoch
Verpuppung
Nester bleiben gefährlich
Raupen verschwinden, doch leere Nester enthalten Millionen loser Brennhaare und bleiben über Jahre aktiv. Fachgerechte Entfernung nötig.
Aug–Okt
Gefahr: Gering
Falter & Eiablage
weitgehend ungefährlich
Die unscheinbaren grauen Falter schlüpfen und legen ihre Eier ab. Die Eier überwintern — der Kreislauf beginnt von vorn.

Verhaltenstipps

1
Abstand haltenMind. 50 m zu befallenen Eichen — besonders bei Wind.
2
Nicht berührenWeder Raupen noch Nester, auch alte oder verwitterte Nester nicht.
3
Kinder & Hunde fernhaltenNeugierig und deshalb besonders gefährdet.
4
Nach KontaktKleidung wechseln, Haut mit viel Wasser spülen, bei starken Reaktionen zum Arzt.
5
Keine EigenversucheNester nie selbst entfernen — ohne PSA lebensgefährlich.
6
Verdacht meldenBei Befall öffentlicher Flächen das Grünflächenamt informieren.
Ab Larvenstadium 3 · ab Mai

Wann professionell bekämpfen?

Die Bekämpfung gehört ausschließlich in die Hände von zertifiziertem Fachpersonal mit vollständiger Schutzausrüstung — auf Privatgrundstücken, in Parks, an Schulen & Kitas, auf Spielplätzen, Sportanlagen, Radwegen und in Naherholungsgebieten.

Der genaue Verlauf hängt von der Witterung ab — die Zeiträume verschieben sich je nach Frühjahrstemperaturen um einige Wochen.